Stilpreis geht an Dorothee Schneider und Jessica Werndl / Fabienne Lütkemeier belegt Platz zwei
Frankfurt. Sie hat es endlich geschafft: Brigitte Wittig hat im Sattel der erst 7jährigen Stute Blind Date das Finale des NÜRNBERGER BURG-POKAL gewonnen. Hochkonzentriert, mit tollen Bewegungen und Ausstrahlung wurde jede der Lektion der Finalprüfung erstklassig gemeistert. Mit 77,25 Prozent (1545 Punkten) holte sich das Paar überlegen den Titel und ließ sich vom begeisterten Frankfurter Publikum feiern.
Auf diesen Erfolg hatte Wittig lange warten müssen: Sie qualifizierte in den vergangenen Jahren zusammen mit Ehemann Wolfram Wittig immerhin 10 Pferde für das Finale des NÜRNBERGER BURG-POKAL, aber ein Sieg war ihr bisher vergönnt geblieben. „Ich musste 15 Jahre auf diesen Tag warten !“ Zugleich freute sie sich doppelt, denn Blind Date ist zu 50 Prozent ein eigenes Zuchtprodukt und stammt vom Breitling W ab, der unter Ehemann Wolfram Wittig bereits zahlreiche Erfolge im Grand Prix Sport errang.
Hoch zu bewerten ist dieser Erfolg, weil Blind Date mit 7 Jahren zu den jüngsten Finalisten gehörte. „Frankfurt war erst unser viertes Turnier“, erzählte die Reiterin. Sieben Starts und sieben Siege lautet die bisherige Turnierbilanz der Stute. Die Stute ist in der Szene keine Unbekannte. Bereits 5jährig sorgte sie bei der Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde für Furore. Mit ihrem schier grenzenlosen Bewegungspotential zog Blind Date Zuschauer und Preisrichter gleichermaßen in ihren Bann.
Platz zwei in der Finalprüfung ging an die jüngste Reiterin im Starterfeld, Fabienne Lütkemeier, mit ihrem 9jährigen Wallach D’Agostino. Als letzte Starterin erhielt die 20jährige U-21 Europameisterin 75,65 Prozent. Das Paar hatte sich im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in Balve das Finalticket gesichert. Dritter wurde Markus Gribbe mit dem Zuchthengst Farewell III. Der ehemalige Bundeschampion von der Hengststation Klatte erhielt für seine Vorstellung 72,75 Prozent.
Sichtlich zufrieden mit den Leistungen zeigte sich auch Hans-Peter Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe. Der passionierte Pferdemann, zugleich Präsident des Bayerischen Reit- und Fahrverbands und Präsidiumsmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, ist vom Jahrgang 2009 überzeugt: "Einige dieser Pferde werden wir in den nächsten Jahren bei nationalen und internationalen Championaten wiedersehen. Wer im Burg-Pokal erfolgreich ist, hat große Chancen auf eine bemerkenswerte Karriere im Viereck." „Wir hatten 2009 eines der stärksten Starterfelder in der Geschichte dieser Serie“, lobte Richter Dr. Dietrich Plewa die gezeigten Leistungen.
Der NÜRNBERGER BURG-POKAL gilt als Sprungbrett in den internationalen Spitzensport. Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich sieben- neunjährige Pferde. Ausgetragen wurde das Finale wie auch die Qualifikationen in einer speziell entwickelten Aufgabe, dem Prix St. Georges Special. Dieser Wettbewerb ist kürzer und anspruchsvoller als der reguläre St. Georges und stellt Ästhetik und Harmonie in den Vordergrund. Sonderwertungen gab es für Sitz und Einwirkung (Stilpreis) und für das Rückwärtsrichten. Den Stilpreis teilten sich in diesem Jahr Lokalmatadorin Dorothee Schneider mit Diva Royal und Jessica Werndl mit Renommee. Die Sonderwertung zum Rückwärtsrichten gewann Uta Gräf mit Le Noir. In diesen Wertungen wird der Slogan der NÜRNBERGER verwirklicht: "Reiten heißt Partner sein". |